Smart Demand

Im Teilprojekt Smart Demand geht es um die Unterstützung der Anpassung des Energieverbrauchs durch intelligente Hausgeräte (Smart Appliances). Hier kommen vor allem die Geräte mit einem hohen Verbrauch in Frage, und das sind überwiegend solche, die mit der Erzeugung von Wärme oder Kälte zu tun haben, also Spülmaschinen, Waschmaschinen, Wäschetrockner, Tiefkühltruhen, Kühlschränke, Warmwasserbereiter, Wärmepumpen, Klimageräte. Bei den Geräten, die heizen oder kühlen, gibt es zwei Möglichkeiten, den aktuellen Energieverbrauch zu verändern: durch zeitliche Verschiebung des Heiz- oder Kühlvorgangs, möglicherweise in Verbindung mit einem Pufferspeicher, oder durch Veränderung des akzeptierten Temperaturniveaus („wenn die Energie aus der Leitung sehr teuer ist, bin ich bereit, auch mal einen Pullover anzuziehen oder den Kaminofen einzusetzen“).

Bei vielen Hausgeräten wie z.B. der Spülmaschine gibt es ein breites Zeitfenster, innerhalb dessen der eigentliche Arbeitsvorgang durchgeführt werden kann, so dass auch hier Spielräume für zeitliche Lastverlagerungen bestehen. Mit der verstärkten Einführung von Elektroautos tut sich ein weiteres Feld mit einem hohen Potential auf, in dem eine intelligente Steuerung des Verbrauchs möglich ist: Die Zeit, die das „typische“ Elektroauto an einer Ladestation verbringt, wird deutlich größer sein als die zum Laden benötigte Zeit. Das bedeutet - in Verbindung mit einer intelligenten Ladesteuerung - ein hohes Lastverschiebepotential.

Das Elektroauto bietet weitergehend sogar noch die Chance, als kurzfristige Energiequelle eingesetzt zu werden. Insofern kann man sich einen künftigen Park von Elektroautos in Deutschland als einen großen verteilten, zum Teil in Bewegung befindlichen Energiespeicher für ein zunehmend von fluktuierender Einspeisung geprägtes Energiesystem vorstellen. Bestes Steuerkriterium für die verteilte Intelligenz der Lade- und Entladesteuerungen ist der momentane Preis, den der jeweilige Energielieferant dem Elektroauto anbietet. Aber auch die wachsende Zahl dezentraler Stromerzeugungsanlagen, wie z.B. motorische Mini-Blockheizkraftwerke oder künftige Brennstoffzellenaggregate, bietet sich für eine Einbindung in das Smart-Watts-Konzept an: Die Geräte schalten sich vorzugsweise in Hochpreiszeiten ein. Die Wärme, die als Koppelprodukt anfällt, kann in Speichern aufgefangen werden, aus denen dann die Wärmeversorgung in Zeiten niedrigerer Preise erfolgt.

Das Teilprojekt Smart Demand wird vom Antragsteller Kellendonk bearbeitet. Ergebnis wird u.a. ein Elektronikbaustein sein, der in unterschiedlichste Hausgeräte sowie Ladegeräte integriert werden kann und der Steuerung der Geräte die Preisinformationen verfügbar machen wird.

Ansprechpartner für dieses Teilprojekt ist Herr Peter Kellendonk der Kellendonk Elektronik GmbH, Köln.

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